2024-966
Leben zerstört durch Fehlmedikation
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Mein Sohn (Ende 20), leidet an einer paranoiden Schizophrenie und wurde von mehreren Ärzten durch Behandlungsfehler in einen katastrophalen Zustand versetzt. Nach einer erfolgreichen Therapie an einer psychiatrischen Klinik musste er aus Kapazitätsgründen zu einem niedergelassenen Psychiater wechseln. Dieser bezweifelte die Diagnose und verordnete ihm Medikinet, das psychotische Schübe bis hin zum Suizidversuch auslöste.
Nach einer Zwangseinweisung wechselte in einer anderen Klinik ein Arzt das gut funktionierende Medikament, was in einer Katastrophe endete. Mein Sohn drehte fast durch. Jetzt ist er davon überzeugt, dass alle Psychiater manipuliert sind und ihn vernichten wollen. Er wurde auch viel zu früh entlassen.
Er dümpelt in seinem Wahn vor sich hin und weigert sich, Medikamente zu nehmen. Er war einmal hochbegabt und talentiert. Jetzt kann er nicht mehr arbeiten und lebt von Bürgergeld. Sein Leben ist ruiniert, es gibt keinen Ausweg mehr.
Wenn ein Angehöriger schwer erkrankt und trotz allem Engagement von außen kein Einfluss auf die Behandlung möglich scheint, ist das eine außerordentlich belastende Situation. Der Schmerz, jemanden leiden zu sehen, ohne eingreifen zu können, ist real – und er verdient Anerkennung.
In Fällen wie diesem – bei einem volljährigen Menschen mit einer schweren psychischen Erkrankung wie einer paranoiden Schizophrenie (einer psychiatrischen Erkrankung, bei der das Denken und die Wahrnehmung der Realität stark beeinträchtigt sein können) – stoßen Angehörige rechtlich und praktisch schnell an Grenzen. Der Gesetzgeber schützt die Selbstbestimmung volljähriger Personen, auch wenn diese krank sind. Das bedeutet: In einer solchen Situation gab es für Angehörige keinen unmittelbaren rechtlichen Spielraum, um in die Behandlungsentscheidungen einzugreifen – das ist wichtig anzuerkennen, und es ist keine Frage des zu wenig Tuns.
Auch wenn direkte Eingriffsmöglichkeiten fehlen, gibt es Schritte, die Angehörige für sich selbst und perspektivisch für den Betroffenen in Betracht ziehen können.
Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bietet kostenlose, unabhängige Beratung für Patient:innen und Angehörige – auch zu Fragen rund um psychiatrische Behandlungen und mögliche Behandlungsfehler: www.patientenberatung.de. Auf mehr-patientensicherheit.de finden Sie weitere Informationen und die Möglichkeit, Erfahrungen zu teilen, damit andere von ähnlichen Situationen erfahren und besser vorbereitet sein können.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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