2026-035
Magenspiegelung? Erst in 6 Monaten.
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Wegen akuter Magenschmerzen suchte ich meine Hausärztin auf, die mir eine Überweisung mit Dringlichkeitscode für eine Magenspiegelung ausstellte.
Aber damit endet die Geschichte.
Denn weder über die Krankenkasse noch die 116117 noch mittels intensiver Recherche und unzähligen Telefonaten mit allen gastroenterologischen Praxen im 100km Umkreis war ein Termin als Kassenleistung zu erhalten. Frühester Termin war 6 Monate später.
Ich habe den Termin letztlich aus eigener Tasche als Selbstzahler vereinbart. Diesen bekam ich wenige Tage später. Die Diagnose: Magendurchbruch.
Eine dringliche Überweisung in der Hand zu halten und trotzdem keinen zeitnahen Termin zu bekommen – das ist eine belastende und beängstigende Erfahrung. Der Fall zeigt, wie strukturelle Hürden im Versorgungssystem dazu führen können, dass selbst Erkrankungen mit ernstem Hintergrund nicht rechtzeitig abgeklärt werden.
In diesem Fall lag eine ärztlich bescheinigte Dringlichkeit vor – und dennoch war ein zeitnaher Termin zur Magenspiegelung (eine Untersuchung, bei der die Speiseröhre, der Magen und der Dünndarm von innen betrachtet werden) als Kassenleistung nicht zu erhalten. Erst eine Zuzahlung aus eigener Tasche ermöglichte die rasche Diagnose – einen Magendurchbruch, der umgehend behandelt werden musste.
Wer mit einer dringlichen Überweisung keinen zeitnahen Termin bekommt, ist nicht ohne Möglichkeiten – auch wenn das System in solchen Momenten sehr undurchsichtig wirken kann.
Wenn Sie in einer ähnlichen Situation Unterstützung suchen oder Ihre Rechte als Patient:in besser verstehen möchten, bietet die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) kostenlose und unabhängige Beratung an – erreichbar unter 0800 011 77 22 (kostenlos, Mo–Fr 8–22 Uhr, Sa 8–18 Uhr). Erfahrungen wie diese können außerdem auf mehr-patientensicherheit.de anonym gemeldet werden – denn jeder Bericht trägt dazu bei, auf Versorgungslücken aufmerksam zu machen.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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