2024-055
Marcumar überdosiert & falscher Umgang nach Sturz
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Meine Mutter befand sich zur Kurzzeitpflege in einer heimisches Senioreneinrichtung.
Sie wurde dort lt. Pflegedokumention von Tag 1 an mit einer völlig überdosierten Marcumardosis falsch behandelt.
Sie erhielt ihre festgelegte Wochendosis täglich, sodass sie nach 14 Tagen im desolaten Zustand stationär behandelt werden musste. Da eine völlige Gerinnungsentgleisung durch Überdosierung stattgefunden hat, verstarb sie am Folgetag.
Zudem wurde eine frische Brustbeinfraktur festgestellt, die wohl beim Sturz entstanden ist. Nach dem Sturz wurde keine ärztliche Abklärung vorgenommen.
Der Verlust eines nahestehenden Menschen unter solchen Umständen ist ein tiefer Einschnitt – für Angehörige ist das eine außerordentlich schwere Erfahrung. In Situationen wie dieser befand sich die betroffene Person selbst in keiner Lage, in der ein eigenes Eingreifen realistisch möglich gewesen wäre: Hohes Alter, ein Aufenthalt in einer Pflegeeinrichtung und eine schleichende Verschlechterung des Gesundheitszustands ließen ihr keinen Spielraum, die Medikamentengabe eigenständig zu überprüfen oder zu korrigieren – das ist wichtig anzuerkennen.
Marcumar (Wirkstoff: Phenprocoumon) ist ein Medikament zur Hemmung der Blutgerinnung. Es wird in individuell angepassten Wochendosen verschrieben, die auf mehrere Tage verteilt eingenommen werden. Eine fehlerhafte tägliche Gabe der gesamten Wochendosis kann zu einer schweren Überdosierung führen, die lebensbedrohlich sein kann. In Pflegeeinrichtungen gibt es aus diesem Grund empfohlene Sicherheitsverfahren – darunter das sogenannte Vier-Augen-Prinzip bei der Medikamentenstellung –, die solche Fehler verhindern sollen.
Wer einen nahestehenden Menschen in einer Kurzzeitpflege oder stationären Pflegeeinrichtung begleitet, kann aktiv dazu beitragen, frühzeitig auf Veränderungen aufmerksam zu machen:
Wenn Sie als Angehörige oder Angehöriger eine ähnliche Erfahrung gemacht haben und Unterstützung suchen, bietet die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) kostenlose und vertrauliche Beratung an. Auf mehr-patientensicherheit.de finden Sie weitere Informationen und die Möglichkeit, eigene Erfahrungen anonym zu melden – damit andere von Ihren Erlebnissen lernen können.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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Die Betriebskrankenkassen:
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