2024-1053
Operation verweigert
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Schmerzhafte Spinalkanalstenosen, die seit längerem mein Bein betrafen und schließlich dazu führten, dass ich nicht mehr stehen, gehen und auch nicht mehr sitzen konnte. Ich war auf Krücken bzw. einen Rollstuhl angewiesen. Ein Neurochirurg hatte aufgrund des MRTs eine OP für notwendig befunden, aber durch Verzögerungen erst eine OP Planung für den nächsten Monat vorgesehen. Ich nahm Schmerzmittel in Höchstdosis und musste trotzdem mehrmals den Notarzt kommen lassen. Auch Tramadol half nicht. Der Notarzt wies mich deshalb ins Krankenhaus ein. Ich wurde von der Notaufnahme etwas zögerlich in die Otrhopädie eingewiesen. Ein neues MRT wurde angefertigt, dann wurde mir die OP verweigert, obwohl ich nur noch liegen und wenige Schritte auf die Toilette humpeln konnte. Ich erhielt noch Oxicocdon, leider ohne Wirkung.
Ich hatte das Gefühl, man glaubt mir meine schlimmen Schmerzen nicht, die Schmerzmittel wurden außerdem nicht nach den richtigen Einnahmzyklen ausgeteilt. Auf meine Nachfrage hies es, dass seien eben die Gepflogenheiten, obwohl ich statt um 6 Uhr morgens meine Schmerzmittel erst um 9 erhielt. Eine Betäubung der Nervenwurzel wurde durchgeführt, jedoch ohne jeden Erfolg. Das wurde mir nicht geglaubt. Ich wurde (auch auf meinen Wunsch) nach Hause entlassen unter Verordnung aller schon in Höchstdosis genommenen Schmerzmittel, zusätzlich Tilidin. Ich war in suizidaler Verfassung, weinte nur noch, das interessierte niemanden, obwohl ich mehrfach um eine ärztiche Rücksprache bat. Es gab nur diverse Erklärungen, warum die Nervenwurzelbetäubung manchmal nicht helfe. Der Entlassungsbericht wurde an eine falsche Arztpraxis ausgestellt, auf den mitgegebenen Rezepten stand die falsche Krankenkasse und das kurz bevor alle Praxen schließen. Ich hatte keine Chance eine Praxis aufzusuchen. Ich war weiter auf den Rollstuhl angewiesen, um das Haus zu verlasen und musste mehrere Praxen aufsuchen, um meine Medikamente zu erhalten. Der niedergelassener Neurochirurg erklärte mir dann, es gäbe keine andere Option als OP, konnte mir aber erst viele Wochen später einen OP-Termin geben. Die OP war erfolgreich, ich kann wieder gehen und sitzen und auch stehen. Vom ersten Krankenhaus fühlte ich mich regelrecht gefoltert. Mir wurde nicht geglaubt, ich wurde schlampig untersucht, ein Neurochirurg hat mich nicht gesehen oder untersucht, mein desolater psychischer Zustand wurde nicht gesehen, weil auch kaum mit mir gesprochen wurde. Bei Visiten hat man mich oft nicht aussprechen lassen. Im Entlassungsbericht stand, die Nervernwurzelbetäubung sei erfolgreich gewesen, ich sei mobilisert und schmerzreduziert entlassen worden. Trotz meiner dreifachen Bescherden gegen diese Aussagen wurde der Bericht nicht korrigiert. Ich habe nur mühsam das erste suizidale Wochenende überstanden und in der Folgezeit unter Symptomen einer PTBS gelitten.
Anhaltende starke Schmerzen, eingeschränkte Bewegungsfähigkeit und das Gefühl, nicht gehört zu werden – das ist eine außerordentlich belastende Situation, die körperlich wie seelisch an die Grenzen führen kann. Wenn trotz schwerer Beschwerden keine ausreichende Linderung erfolgt und wichtige Informationen im Entlassungsprozess fehlerhaft sind, kann dies weitreichende Folgen für die weitere Versorgung haben.
Spinalkanalstenosen – das sind Verengungen des Wirbelkanals, die Nerven einengen und starke Schmerzen sowie Lähmungserscheinungen verursachen können – erfordern eine sorgfältige fachärztliche Einschätzung. In Situationen, in denen Betroffene kaum noch stehen oder gehen können, ist die Kommunikation zwischen allen Beteiligten besonders wichtig. Wenn diese Kommunikation nicht gelingt, wenn Schmerzen nicht geglaubt werden oder psychische Belastungen unbemerkt bleiben, kann dies den Heilungsprozess erheblich verzögern und das Wohlbefinden schwer beeinträchtigen. In einer Situation wie dieser – mit extremen Schmerzen, eingeschränkter Mobilität, alleinigem Leben und einer bereits belasteten Psyche – war der Handlungsspielraum der Betroffenen sehr eng. Das ist wichtig anzuerkennen.
Wer eine nahestehende Person in eine solche Situation begleitet oder davon erfährt, kann auf verschiedene Weisen unterstützen:
Wenn Sie nach einem Krankenhausaufenthalt das Gefühl haben, nicht ausreichend versorgt oder gehört worden zu sein, können Sie sich an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wenden – kostenlos und vertraulich unter 0800 011 77 22. Weitere Informationen und Möglichkeiten zur anonymen Fallmeldung finden Sie auf mehr-patientensicherheit.de.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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