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2024-572

Positive Erfahrungen in Krankenhaus nach Jahren anhaltender Beschwerden im Arm

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Fallbeschreibung:

Zweitmeinung bei Armbeschwerden: Wechsel rettet Durchblutung

Ich war von Sommer 2022 bis Winter 2023 zuerst ambulant und später mehrfach stationär in einem Klinikum in Behandlung, nachdem sich vorher einige Jahre in einem anderen Krankenhaus trotz anhaltender Beschwerden nach einem medizinischen Zwischenfall keine Besserung einstellte.

Von Beginn an erfuhr ich in diesem Klinikum, daß meine Beschwerden ernstgenommen wurden und es zeigte sich, daß der Wechsel bereits lange vorher notwendig gewesen wäre.

Leider mußte ich mich drei weiteren operativen Eingriffen stellen, welche nach dem letzten Eingriff aber endlich die Durchblutung im Arm wiederherstellte. Es zeigt aber auch, daß man, wenn sich keine Besserung einstellt, den Mut haben soll, sich eine Zweitmeinung zu holen.

Gut gelaufen:

Ärztliche Behandlung von Beginn an offen, ehrlich und detailliert von der Aufklärung bis zur letzten Untersuchung wurde alles besprochen und sich für alles Zeit genommen. Obwohl das Pflegepersonal auch dem täglichen Stress ausgesetzt war, wurde sich immer sofort um die Patienten gekümmert, wenn es notwendig war, Tag und Nacht. Es wurde jederzeit Hilfestellung gegeben. Und stets waren alle freundlich und es gab kein Murren, daß Arbeit zu viel war.

Schlecht gelaufen:

In diesem Klinikum gab es nur eine Person auf einer Fachstation, die beim Waschen keine Hilfe leistete und einfach nur Feuchttücher hinstellte und wieder ging. Eine andere Person verweigerte dort trotz starker Schmerzen die Gabe von Schmerzmitteln.

Verbesserungsvorschläge:

Keine Angaben

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was hier gut gelaufen ist

Nach Jahren ohne Besserung und einem langen Weg durch verschiedene Behandlungsstationen hat diese Patientin schließlich eine Versorgung erfahren, die sie als rundum ernst genommen und gut begleitet erlebt hat. Das ist keine Selbstverständlichkeit – und es lohnt sich, genau hinzuschauen, was in diesem Fall den Unterschied gemacht hat.

Von Beginn an nahmen sich die behandelnden Ärztinnen und Ärzte ausreichend Zeit für ausführliche Aufklärungsgespräche – also Gespräche, in denen Diagnosen, Behandlungsschritte und Risiken verständlich erklärt werden. Auch das Pflegepersonal reagierte auf Bedürfnisse der Patientin zuverlässig und zu jeder Tageszeit. Trotz dreier weiterer Operationen konnte schließlich die Durchblutung im Arm wiederhergestellt werden. Dass die Patientin einen Krankenhauswechsel in Betracht gezogen und diesen Schritt gewagt hat, war dabei ein wichtiger Teil ihres eigenen Weges.

Wie Sie ähnlich gute Bedingungen aktiv herbeiführen können

Wer sich in einer ähnlichen Situation befindet, kann auf verschiedene Weise dazu beitragen, eine Versorgung zu finden, die den eigenen Bedürfnissen besser entspricht.

  • Eine Zweitmeinung einzuholen ist in Deutschland ein gesetzlich verankertes Recht – das bedeutet, bei einer anderen Ärztin oder einem anderen Arzt eine unabhängige Einschätzung der eigenen Erkrankung oder des geplanten Eingriffs anzufragen. Bleibt eine Besserung über einen längeren Zeitraum aus, kann es sich lohnen, diesen Schritt zu erwägen. Eine mögliche Formulierung: „Ich würde gerne eine Zweitmeinung zu meiner Situation einholen – können Sie mir dabei helfen oder eine Empfehlung geben?“
  • Vor und nach Operationen oder Untersuchungen ist es möglich, aktiv um ein ausführliches Gespräch zu bitten – etwa um offene Fragen zu klären, Behandlungsschritte zu verstehen oder Alternativen zu besprechen. Kein Anliegen ist dabei zu klein.
  • Schmerzen und Beschwerden lassen sich schriftlich festhalten – zum Beispiel in einem einfachen Tagebuch oder auf dem Smartphone. Solche Aufzeichnungen können bei Gesprächen mit dem medizinischen Personal hilfreich sein, um die eigene Situation möglichst genau zu schildern.
  • Wer das Gefühl hat, mit seinen Beschwerden nicht ausreichend gehört zu werden, kann dieses Empfinden direkt ansprechen – zum Beispiel: „Ich habe das Gefühl, dass meine Beschwerden bisher nicht vollständig erklärt sind. Können wir das gemeinsam nochmals besprechen?“

Daran erkennen Sie gute Versorgung

  • Ärztliche und pflegerische Fachkräfte nehmen sich Zeit für Gespräche und erklären Diagnosen sowie Behandlungsschritte verständlich und vollständig.
  • Auf Schmerzen und Beschwerden wird zeitnah reagiert – sowohl tagsüber als auch nachts.
  • Fragen werden ernst genommen und beantwortet, ohne dass Nachfragen als unangemessen behandelt werden.
  • Pflegerische Unterstützung – etwa beim Waschen oder bei der Körperpflege – wird aktiv angeboten und nicht nur auf Nachfrage gewährt.

Teilen Sie Ihre Erfahrungen

Berichte wie dieser sind wertvoll – sie zeigen, was in der Gesundheitsversorgung funktioniert, und können anderen Betroffenen Orientierung geben. Auf mehr-patientensicherheit.de haben Sie die Möglichkeit, eigene Erfahrungen anonym zu melden und damit zur Verbesserung der Patientensicherheit beizutragen.

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 50-69 Jahre
Art der Einrichtung:Normalstation, Krankenhaus
Geschlecht: weiblich

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Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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