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2024-112

seltenes Lymphom nicht erkannt

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Fallbeschreibung:

Lymphom im Auge zu spät erkannt – CIRS-Fall

zu Augenarzt wegen schwarzem Fleck im Auge.
Arzt war nicht sicher und hat anderen Arzt gefragt der nur per Ferndiagnose auf Makula getippt hat.
Schwarzer Fleck innerhalb relativ kurzer Zeit völlig atypisch für eine Makula gewachsen bis zur Erblindung auf dem Auge.
Trotzdem handelt der Arzt nicht.
Erst der Wechsel zu einem anderen Augenarzt, der auch nicht wußte was es ist uns aber deshalb sofort zur Notaufnahe in eine Uniklinik geschickt hat brachte die traurige Diagnose Lymphom im Auge woran Patient starb.
Ein korrektes Handeln des ersten Augenarztes hätte dieses evtl verhindern können

Gut gelaufen:

Keine Angaben

Schlecht gelaufen:

bei Nichtwissen nicht gleich Experten aus Uniklinik hinzugezogen stattdesen Monatelang falsch behandelt

Verbesserungsvorschläge:

lieber 1 Mal zu früh Experten hinzuziehen. Kein Arzt kann jede seltene Erkrankung kennen

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Dieser Fall beschreibt den Verlust eines geliebten Menschen unter sehr schweren Umständen – und die Ohnmacht, die Angehörige empfinden können, wenn sie im Nachhinein erkennen, dass etwas anders hätte laufen können. Solche Erfahrungen hinterlassen tiefe Spuren, und es ist wichtig, sie ernst zu nehmen.

Seltene Erkrankungen – also Krankheiten, die nur wenige Menschen betreffen – stellen auch erfahrene Ärztinnen und Ärzte vor große Herausforderungen. Ein Lymphom (eine bestimmte Art von bösartigem Tumor, der das lymphatische System befällt) im Auge ist eine ausgesprochen seltene Diagnose. In diesem Fall wurde ein unklarer Befund zunächst nicht als das erkannt, was er war – und die Überweisung an spezialisierte Einrichtungen erfolgte erst, als ein anderer Augenarzt die Situation neu beurteilte. In einer solchen Situation gab es für die betroffene Patientin keinen realistischen Spielraum, selbst einzugreifen – das ist wichtig anzuerkennen.

Was Angehörige oder Begleitpersonen tun können

Wenn Sie nahe Angehörige bei Arztbesuchen begleiten oder unterstützen, können folgende Möglichkeiten hilfreich sein:

  • Bei unklaren Befunden, die sich trotz Behandlung verändern oder verschlechtern, ist es möglich, aktiv nach einer Überweisung an eine spezialisierte Einrichtung – etwa eine Universitätsklinik oder eine Fachambulanz – zu fragen. Eine mögliche Formulierung: „Gibt es eine spezialisierte Stelle, die diesen Befund genauer einordnen kann?“
  • Es ist möglich, eine zweite ärztliche Meinung einzuholen – das ist ein legitimes Recht von Patientinnen und Patienten, das ohne Angabe von Gründen in Anspruch genommen werden kann. Dies gilt besonders dann, wenn ein Symptom trotz Behandlung fortschreitet oder sich verändert.
  • Veränderungen im Krankheitsverlauf – wie ein wachsender Fleck im Sichtfeld oder nachlassende Sehkraft – lassen sich schriftlich festhalten: mit Datum, Beschreibung und ggf. Fotos. Diese Dokumentation kann bei weiteren Arztgesprächen hilfreich sein.
  • Wenn das Gefühl entsteht, dass eine Situation nicht ausreichend ernst genommen wird, ist es möglich, dies direkt anzusprechen: „Wir machen uns Sorgen über die Entwicklung – was wäre der nächste Schritt, wenn sich der Befund weiter verändert?“

Für die Zukunft: Was sich vorbereiten lässt

  • Eine Begleitperson kann bei Arztgesprächen dabei sein – sie hört mit, stellt Fragen und kann Informationen im Nachhinein besser einordnen helfen.
  • Eine Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung ermöglichen es, im Ernstfall für nahestehende Menschen sprechen und handeln zu können – auch dann, wenn diese selbst nicht mehr in der Lage sind, Entscheidungen zu treffen.
  • Bei unklaren oder seltenen Symptomen ist es möglich, gezielt nach der Möglichkeit einer Konsiliaruntersuchung zu fragen – das ist eine Beurteilung durch eine zweite Fachperson, oft aus einer anderen Einrichtung.
  • Informationen über Patientenrechte – etwa das Recht auf Akteneinsicht oder auf eine Zweitmeinung – sind bei der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) kostenlos erhältlich.

Sie sind nicht allein

Wenn Sie als Angehörige oder Angehöriger solche Erfahrungen gemacht haben, finden Sie Unterstützung und unabhängige Beratung bei der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) unter 0800 011 77 22 (kostenlos, Mo–Fr 8–22 Uhr, Sa 8–18 Uhr). Auf mehr-patientensicherheit.de können Sie Ihren Fall anonym melden und damit dazu beitragen, dass andere von ähnlichen Erfahrungen lernen können.

Infos zum Fall:

Perspektive: Angehörige oder Angehöriger einer Patientin oder eines Patienten
Alter: 80+ Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis, Arztpraxis
Geschlecht: weiblich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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