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2024-1411

Therapievorschlag nicht Folge geleistet

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Fallbeschreibung:

Zahnverlust nach ignoriertem Therapievorschlag – CIRS-Fall

Mit Zahnschmerzen ging ich zur Zahnärztin. Die Zahnärztin war der Meinung die Schmerzen im Kieferbereich kämen von einer schlechten Implantatversorgung und bat mich, einen Termin beim Kieferchirurgen zu machen. Der Kieferchirurg gab mir schriftlich ein Therapievorschlag mit, um den dahinterliegenden Zahn zu behandeln.

Gegen die Schmerzen wurde nichts unternommen, nur den Ratschlag Schmerzmittel zu nehmen. Es dauerte nicht lange, dann habe ich zuerst das Implantat verloren und kurz darauf den dahinterliegenden Zahn.

Gut gelaufen:

Der Kieferchirurg hat mir schriftlich den Therapievorschlag mitgegeben. Vom Ansatz sehr gut nur leider wurde dieser nicht ernst genommen.

Schlecht gelaufen:

Ich hätte mir gewünscht, dass man früh genug herausgefunden hätte, wo die Schmerzen kommen, beziehungsweise welcher Zahn nun wirklich entzündet ist, dass man den anderen noch hätte retten können.

Verbesserungsvorschläge:

Keine Angaben

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Zahnschmerzen können viele Ursachen haben – und es ist nicht immer einfach, die genaue Quelle schnell zu finden. Wenn Befunde von verschiedenen Behandlerinnen und Behandlern vorliegen und Empfehlungen nicht zeitnah umgesetzt werden, kann wertvolle Zeit verloren gehen.

In diesem Fall wurde zwar ein schriftlicher Therapievorschlag ausgestellt – ein hilfreicher Schritt –, doch die empfohlene Behandlung blieb aus. Am Ende gingen sowohl ein Implantat als auch der dahinterliegende Zahn verloren. Solche Verläufe sind belastend und hinterlassen oft das Gefühl, dass mehr möglich gewesen wäre.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wenn mehrere Fachleute an einer Behandlung beteiligt sind, kann es hilfreich sein, den Überblick aktiv zu behalten – auch wenn das in einer ohnehin belastenden Situation zusätzliche Energie kostet.

  • Ein schriftlicher Therapievorschlag ist ein wertvolles Dokument. Es ist möglich, die behandelnde Zahnärztin oder den Zahnarzt direkt danach zu fragen, wie und wann dieser umgesetzt werden soll – zum Beispiel: „Wer übernimmt jetzt den nächsten Schritt, und bis wann sollte ich einen Termin haben?“
  • Bei Schmerzen, die trotz Schmerzmitteln anhalten oder stärker werden, kann eine erneute Vorstellung in der Praxis sinnvoll sein – auch kurzfristig. Das ist kein Zeichen von Übertreibung, sondern ein wichtiges Signal an das Behandlungsteam.
  • Es ist möglich, eine zweite Meinung einzuholen, wenn unklar bleibt, welche Behandlung als nächstes notwendig ist oder wer dafür zuständig ist. Das gilt besonders, wenn mehrere Fachrichtungen – etwa Zahnheilkunde und Kieferchirurgie – beteiligt sind.
  • Wer möchte, kann sich Befunde und Empfehlungen immer schriftlich aushändigen lassen. Diese Unterlagen erleichtern es, bei einem weiteren Termin gezielt nachzufragen oder eine andere Praxis aufzusuchen.

Worauf Sie achten können

  • Liegt nach einer Überweisung oder Konsultation ein klarer nächster Schritt vor – inklusive Zuständigkeit und Zeitrahmen?
  • Werden anhaltende oder zunehmende Schmerzen von den Behandelnden ernst genommen und aktiv weiterverfolgt?
  • Ist nachvollziehbar, welche Praxis oder Fachperson gerade die Behandlungsverantwortung trägt?
  • Besteht die Möglichkeit, schriftliche Unterlagen – etwa Befunde, Röntgenbilder oder Therapieempfehlungen – mitzunehmen oder anzufordern?

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 30-49 Jahre
Art der Einrichtung:Zahnarztpraxis, Ambulante Praxis
Geschlecht: weiblich

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