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2024-1094

Unnötige OPs im Endstadium vermeiden

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Fallbeschreibung:

Operationen im Endstadium: Patientensicherheit bei schwerer Grunderkrankung

Vorab: Prostatakrebs im Endstadium.

Mein Vater hat sich aufgrund starker Rückenschmerzen selbst ins Krankenhaus begeben. Hausarzt/ Hausärztin nahm ihn nicht ernst. Er hatte einen Wirbelbruch, OP gut verlaufen, dann Darmverschluss, OP ohne künstlichen Darmausgang.

Wenige Tage später erneuter Verschluss, OP mit Darmausgang.
Danach war mein Vater ein Pflegefall, letztendlich verstarb er.

Gut gelaufen:

Erste OP

Schlecht gelaufen:

Bei fortgeschrittenem Prostatakrebs hätte gleich bei der ersten OP ein künstlicher Darmausgang gelegt werden müssen.

Verbesserungsvorschläge:

Unnötige OPs im Endstadium vermeiden

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Den Vater in einer schweren Erkrankungsphase zu begleiten und gleichzeitig mitzuerleben, dass medizinische Entscheidungen möglicherweise anders hätten getroffen werden können – das ist eine außerordentlich belastende Erfahrung. Dieser Bericht schildert eine Situation, in der bei einem älteren Mann mit fortgeschrittenem Prostatakrebs (einer weit vorangeschrittenen Krebserkrankung) mehrere Operationen in kurzer Folge notwendig wurden, was die Lebensqualität in der letzten Lebensphase stark beeinträchtigte.

In einer solchen Situation – hohes Alter, schwere Vorerkrankung, akuter Krankenhausaufenthalt – ist der Spielraum für Betroffene selbst oft sehr begrenzt. Für Angehörige hingegen kann es Möglichkeiten geben, aktiv mitzuwirken und Fragen einzubringen – wenn sie das möchten und die Kraft dazu haben.

Was Angehörige oder Begleitpersonen tun können

Wenn Angehörige an Behandlungsentscheidungen teilhaben möchten, können folgende Ansätze hilfreich sein:

  • Es ist möglich, das Behandlungsteam ausdrücklich um ein gemeinsames Gespräch zu bitten, in dem die Vorerkrankungen – zum Beispiel eine fortgeschrittene Krebserkrankung – und deren Bedeutung für geplante Eingriffe besprochen werden. Ein möglicher Einstieg: „Mein Vater hat eine fortgeschrittene Krebserkrankung. Wie beeinflusst das die Entscheidung, welche Operation jetzt sinnvoll ist?“
  • Angehörige können nachfragen, ob bei der Planung eines Eingriffs mögliche Komplikationen, die durch die Vorerkrankung wahrscheinlicher werden, von vornherein mitgedacht wurden – und ob es Möglichkeiten gibt, Folgeoperationen zu vermeiden.
  • Es ist möglich, gezielt nach palliativmedizinischer Begleitung (das heißt: Unterstützung mit dem Schwerpunkt auf Lebensqualität statt Heilung) zu fragen – auch wenn dies für viele Familien ein emotional schwieriger Schritt ist.
  • Angehörige können sich Gesprächsergebnisse schriftlich zusammenfassen lassen oder selbst notieren, damit wichtige Informationen nicht verloren gehen, wenn mehrere Fachbereiche beteiligt sind.

Für die Zukunft: Was sich vorbereiten lässt

  • Eine Patientenverfügung kann bereits im Vorfeld festhalten, welche medizinischen Maßnahmen eine Person im Falle schwerer Erkrankung wünscht oder ablehnt – zum Beispiel bezüglich operativer Eingriffe in der letzten Lebensphase.
  • Eine Vorsorgevollmacht ermöglicht es einer Vertrauensperson, im Ernstfall rechtlich verbindlich Entscheidungen im Sinne der betroffenen Person zu treffen.
  • Bei einer bekannten schweren Erkrankung kann es hilfreich sein, das Thema Palliativversorgung frühzeitig anzusprechen – zum Beispiel mit dem Hausarzt oder der Hausärztin – noch bevor eine akute Krisensituation entsteht.
  • Eine Begleitperson, die über die Krankengeschichte gut informiert ist, kann im Krankenhaus als wichtige Schnittstelle zwischen verschiedenen Behandlungsteams wirken und dafür sorgen, dass relevante Informationen weitergegeben werden.

Sie sind nicht allein

Wenn Sie als Angehörige eine belastende Erfahrung in der medizinischen Versorgung gemacht haben, bietet die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) kostenlose und neutrale Beratung an. Auf mehr-patientensicherheit.de können Sie Ihre Erfahrungen anonym teilen und damit dazu beitragen, dass andere von ähnlichen Situationen lernen können.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Angehörige oder Angehöriger einer Patientin oder eines Patienten
Alter: 80+ Jahre
Art der Einrichtung:Krankenhaus
Geschlecht: männlich

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Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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