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2024-1148

Unvollständige Abtreibung – vergessene Plazenta führte zu Schmerzen, starken Blutungen & Behandlung

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Fallbeschreibung:

Unvollständige Abtreibung: vergessene Plazenta & Folgebehandlung

Ich war zu einer Abtreibung in einem Krankenhaus, diese musste operativ unter Vollnarkose durchgeführt werden, da ich noch eine Kupferspirale hatte.

Nach der OP hat kein Arzt/ keine Ärztin mehr mit mir geredet und ich musste die Pflege mehrmals fragen, ob alles geklappt hätte, was bejaht wurde. Nach ein paar Stunden im Aufwachraum und ohne eine weitere Untersuchung wurde ich entlassen.

Ein paar Tage später hatte ich schreckliche Schmerzen und stundenlange schwere Blutungen. Ich musste ins Krankenhaus, wo festgestellt wurde, dass die Plazenta nicht entfernt wurde. Ich musste also noch einmal Medikamente zur Abtreibung nehmen.

Gut gelaufen:

Die Voruntersuchung und Wartezeit war in Ordnung und freundlich.

Schlecht gelaufen:

Fehlende Informationen zum Verlauf des Eingriffs, keine Untersuchung vor der Entlassung. Am schlimmsten war aber, dass der Eingriff anscheinend sehr nachlässig durchgeführt wurde und die Plazenta vergessen oder übersehen wurde, was sehr starke Schmerzen, Blutungen und eine erneute Behandlung erforderte.

Verbesserungsvorschläge:

Bessere Qualität des Eingriffs, Kommunikation über den Verlauf sowie Untersuchung vor Entlassung.

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Ein operativer Eingriff wie dieser ist eine belastende Erfahrung – körperlich und emotional. Wenn danach Komplikationen auftreten und ein erneuter Krankenhausaufenthalt notwendig wird, ist das für Betroffene besonders schwer zu verarbeiten.

In diesem Fall wurde nach dem Eingriff kein ärztliches Gespräch über den Verlauf der Operation geführt und keine Untersuchung vor der Entlassung durchgeführt. Einige Tage später traten starke Schmerzen und schwere Blutungen auf. Im Krankenhaus stellte sich heraus, dass Plazentagewebe (Gewebe aus der Gebärmutter, das bei einem solchen Eingriff vollständig entfernt werden muss) zurückgeblieben war. Eine erneute Behandlung war notwendig.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer sich auf einen solchen Eingriff vorbereitet, kann einige Fragen und Maßnahmen im Voraus in den Blick nehmen.

  • Vor der Entlassung ist es möglich, gezielt nach einem ärztlichen Abschlussgespräch zu fragen – zum Beispiel: „Können Sie mir erklären, wie der Eingriff verlaufen ist und ob alles vollständig entfernt wurde?“
  • Es kann hilfreich sein, vor der Entlassung nach einer Kontrolluntersuchung zu fragen – etwa einem Ultraschall (einer bildgebenden Untersuchung, bei der die Gebärmutter sichtbar gemacht wird), um sicherzustellen, dass kein Gewebe zurückgeblieben ist.
  • Es ist möglich, sich vor dem Eingriff schriftlich festhalten zu lassen, welche Nachsorgeuntersuchungen geplant sind und wann eine Kontrolle stattfinden soll.
  • Eine Vertrauensperson kann als Begleitung mitgenommen werden, die nach dem Eingriff – wenn man selbst noch unter dem Einfluss der Narkose steht – Fragen stellen und Informationen entgegennehmen kann.

Worauf Sie achten können

  • Nach jedem operativen Eingriff ist es möglich, ein ärztliches Gespräch über den Verlauf einzufordern – auch wenn dies nicht von sich aus angeboten wird.
  • Starke Schmerzen, anhaltende oder sehr starke Blutungen sowie Fieber nach einem solchen Eingriff sind Zeichen, die rasch ärztlich abgeklärt werden sollten – am besten noch am selben Tag.
  • Beim Entlassgespräch kann man fragen: „Welche Beschwerden sind normal, und ab wann sollte ich sofort in eine Notaufnahme gehen?“ – und sich diese Informationen schriftlich mitgeben lassen.
  • Es ist möglich, eine Zweitmeinung einzuholen oder eine andere Einrichtung aufzusuchen, wenn das Gefühl besteht, dass etwas nicht stimmt – auch wenn dies manchmal Überwindung kostet.

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 15-29 Jahre
Art der Einrichtung:Operationssaal, Krankenhaus
Geschlecht: weiblich

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