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2025-321

Akuter HNO‑Notfall ohne Hilfe

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Fallbeschreibung:

HNO-Notfall: Keine Behandlung trotz akuter Ohrenschmerzen

Im Sommer hatte ich plötzlich starke Ohrschmerzen und suchte dringend medizinische Hilfe. Ich ging mittags an einem Werktag in die örtliche Klinik, in der sich auch eine HNO‑Praxis befindet. Dort erklärte ich, dass es sich um einen akuten Notfall handelt, da bei Ohrenschmerzen eine bakterielle Infektion vorliegen kann, die sofort behandelt werden muss. Die Mitarbeiterin am Empfang verweigerte jedoch die Behandlung und sagte, der nächste Termin sei erst im Herbst. Ich bat mehrfach um Hilfe, doch man verwies mich nur auf meinen Hausarzt. Da ich erst vor kurzem in die Stadt gezogen war, hatte ich keinen Hausarzt – alle Praxen, die ich kontaktiert hatte, waren voll und nahmen keine neuen Patienten. Auch meine Krankenkasse konnte mir trotz mehrerer Anfragen seit Monaten keinen Hausarzt vermitteln. Schließlich blieb mir nichts anderes übrig, als 5,5 Stunden mit dem Zug in meine alte Stadt zu fahren, wo ich am nächsten Morgen problemlos behandelt wurde.

Gut gelaufen:

Keine Angaben

Schlecht gelaufen:

Keine Notfallversorgung trotz akuter Beschwerden. Keine Alternativen oder Hilfestellung angeboten. Verweis auf Hausarzt, obwohl bekannt war, dass keiner verfügbar ist.

Verbesserungsvorschläge:

Verbindliche Notfallregelungen in Praxen Aktive Vermittlung von Alternativen (Notaufnahme, Bereitschaftsdienst) Unterstützung der Hausarztsuche für neue Patienten

Weitere Infos:

Notfälle dürfen nicht an Terminregeln oder fehlendem Hausarzt scheitern. Eine erste ärztliche Einschätzung sollte immer möglich sein.

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Starke Ohrschmerzen, die plötzlich auftreten, können belastend und verunsichernd sein – besonders dann, wenn die Suche nach ärztlicher Hilfe trotz großer Bemühungen zunächst erfolglos bleibt. Situationen wie diese zeigen, wie schwierig es sein kann, als neu zugezogene Person ohne feste Hausarztanbindung im Notfall schnell die richtige Anlaufstelle zu finden.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Es gibt verschiedene Anlaufstellen und Wege, die bei akuten Beschwerden in Frage kommen können – auch wenn keine Hausarztpraxis verfügbar ist.

  • Ärztlicher Bereitschaftsdienst (116 117): Die Kassenärztliche Vereinigung betreibt bundesweit einen ärztlichen Bereitschaftsdienst, der über die Telefonnummer 116 117 erreichbar ist – auch tagsüber an Werktagen. Dort ist eine telefonische Ersteinschätzung möglich, und bei Bedarf wird eine Weiterleitung zu einer Bereitschaftspraxis oder einem Hausbesuch vermittelt. Ein Anruf kann bereits der erste sinnvolle Schritt sein.
  • Notaufnahme des nächsten Krankenhauses: Bei akuten Beschwerden, für die keine niedergelassene Praxis erreichbar ist, ist es möglich, direkt die Notaufnahme eines Krankenhauses aufzusuchen. Auch wenn dies nicht immer der übliche Weg ist, besteht dort grundsätzlich ein Versorgungsanspruch.
  • Ansprechen des konkreten Problems beim Erstkontakt: Am Empfang ist es möglich, das Fehlen einer Hausarztbindung und die Art der Beschwerden klar zu benennen – zum Beispiel: „Ich habe keinen Hausarzt und suche seit Wochen einen. Können Sie mir sagen, wohin ich mich mit diesen akuten Beschwerden wenden kann?“ Das kann dazu beitragen, dass konkrete Alternativen genannt werden.
  • Krankenkasse und Kassenärztliche Vereinigung: Sowohl die eigene Krankenkasse als auch die Kassenärztliche Vereinigung des jeweiligen Bundeslandes sind verpflichtet, bei der Hausarztsuche zu unterstützen. Wer seit längerer Zeit keinen Hausarzt findet, kann dort ausdrücklich auf diesen Anspruch hinweisen.

Worauf Sie achten können

  • Die Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes 116 117 ist rund um die Uhr erreichbar und kann bei der Suche nach einer geeigneten Anlaufstelle helfen – auch für eine erste telefonische Einschätzung der Dringlichkeit.
  • Beim Umzug in eine neue Stadt ist es möglich, frühzeitig und aktiv nach einem Hausarzt zu suchen – zum Beispiel über die Arztsuche der Kassenärztlichen Vereinigungen oder über die eigene Krankenkasse.
  • Wer keinen Hausarzt findet, kann die Krankenkasse schriftlich um Unterstützung bitten und dabei auf den gesetzlichen Sicherstellungsauftrag hinweisen – dies dokumentiert den Bedarf und kann das Verfahren beschleunigen.
  • Im akuten Fall ist es hilfreich, die eigene Situation klar und ruhig zu schildern: Art der Beschwerden, Dauer, bereits unternommene Schritte und das Fehlen einer Hausarztpraxis – das erleichtert dem Fachpersonal eine angemessene Einschätzung.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 30-49 Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis, Arztpraxis
Geschlecht: weiblich

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