2025-051
Ergotherapie-Praxis möchte keine Langzeitpatienten mehr behandeln
Dieser Fall hilft die Patientensicherheit für alle zu verbessern. Sie möchten ebenfalls einen Fall melden? Zum Meldeformular
Nach einem Schlaganfall bin ich u. a. auf regelmäßige Ergotherapie angewiesen. Die behandelnde Praxis möchte nun plötzlich keine Langzeitpatienten mehr behandeln und nur noch Patienten aufnehmen, wo bei den ersten Verordnungen die Möglichkeit besteht Schienen oder andere Hilfsmittel zu fertigen und mitabzurechnen.
Ich bin nicht die einzige Patient:in, die das Schicksal ereilt sich zeitnah eine andere Versorgung suchen zu müssen. Die Ergo Praxen in der Umgebung sind aber leider komplett überlastet und nehmen keine neuen Patienten mehr auf. Teilweise gibt es noch nicht einmal Wartelisten.
Das bedeutet, dass ich zu Ende des Monats nicht mehr versorgt bin. Ich bin sehr verzweifelt…. Eine Verlängerung wird abgelehnt. Obwohl der behandelnde Arzt etwas anderes entscheidet. Es geht dabei nur um Profit und nicht um die die Gesundheit der Menschen. Ich spiele mit dem Gedanken den Fall einer zuständigen Behörde zu melden. Welche Behörde oder Vereinigung ist dafür zuständig?
Ein plötzlicher Wegfall einer langjährigen therapeutischen Versorgung ist belastend – besonders dann, wenn die Therapie nach einem Schlaganfall ein wichtiger Bestandteil des Alltags geworden ist. Es kommt vor, dass Praxen ihre Ausrichtung ändern und bestimmte Patientengruppen nicht mehr aufnehmen oder weiterbehandeln, während gleichzeitig alternative Angebote in der Region nur schwer zugänglich sind.
In einer solchen Situation ist es wichtig anzuerkennen: Der Engpass an verfügbaren Therapieplätzen ist ein strukturelles Problem – er entsteht nicht durch ein Versäumnis der betroffenen Person.
Wenn eine therapeutische Versorgung wegzubrechen droht, gibt es verschiedene Wege, die sich erkunden lassen.
Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bietet kostenlose und unabhängige Beratung für genau solche Situationen – erreichbar unter 0800 011 77 22 (kostenfrei, Mo–Fr 8–22 Uhr, Sa 8–18 Uhr). Auf mehr-patientensicherheit.de können Erlebnisse wie dieses anonym gemeldet werden, damit strukturelle Probleme in der Versorgung erkannt und benannt werden können.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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Die Betriebskrankenkassen:
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patient:innen und Angehörige,
Vielen Dank für Ihre wichtigen Meldungen. Unser System ist aufgrund der zahlreichen Eingänge im Moment an der Belastungsgrenze. Es ist daher zur Zeit nicht möglich, eine Meldung abzugeben. Wir arbeiten daran, das Problem zu lösen. Bitte versuchen Sie es in wenigen Stunden wieder.
Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team