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2025-322

Falsche Diagnosen erhalten, ME/CFS wurde nicht erkannt

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Fallbeschreibung:

ME/CFS nicht erkannt: Fehldiagnose Burnout und Folgen

Ich war in einer Hausarztpraxis wegen chronischer Fatigue mit ausgeprägter Belastungsintoleranz. Der Arzt hat mir, ohne ein Anamnesegespräch zu führen, einfach nach 1 Minute die Diagnose Burnout gestellt. Seiner Meinung nach hätte ich Burnout, weil ich zu dem Zeitpunkt als Frau alleinerziehend war.
Durch die Behandlung mit Antidepressiva, Bewegung und Psychotherapie wurden meine Beschwerden jedoch nicht besser sondern stetig schlechter.
Bis ich als arbeitsunfähiger Pflegefall endete. Nach ein paar Jahren wurde dann die richtige Diagnose gestellt: ich habe und hatte die ganze Zeit ME/CFS. Durch das nicht Erkennen der Krankheit und die jahrelange Fehlbehandlung ist mir ein großer gesundheitlicher Schaden entstanden.

Gut gelaufen:

Keine Angaben

Schlecht gelaufen:

Verbesserungsvorschläge:

Ärzte verpflichten, sich hinsichtlich ME/CFS fortzubilden und zu schulen. ME/CFS ins Curriculum an den Universitäten aufnehmen. Es betrifft zu viele Menschen, es ist eine Erkrankung, die in Deutschland 650.000 Menschen betrifft (die Dunkelziffer dürfte weitaus höher sein) und einen hohen wirtschaftlichen Schaden verursacht. Durch eine verspätete Diagnose wird der Schaden noch unnötig vergrößert, weil die Erkrankten in der Zeit mit für ME/CFS schädlichen Therapien behandelt werden.

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Chronische Erschöpfung und Belastungsintoleranz – also die Unfähigkeit, körperliche oder geistige Anstrengung ohne deutliche Verschlechterung der Beschwerden zu tolerieren – können viele verschiedene Ursachen haben. Manche Erkrankungen, darunter ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis / Chronisches Fatigue-Syndrom), sind in der medizinischen Versorgung noch wenig bekannt, was dazu führen kann, dass sie lange Zeit nicht erkannt werden und Betroffene Behandlungen erhalten, die ihnen nicht helfen oder die Situation sogar verschlechtern.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wenn Beschwerden trotz Behandlung nicht besser werden oder sich sogar verschlechtern, gibt es Möglichkeiten, aktiv nach einer anderen Einschätzung zu suchen.

  • Es ist möglich, eine Zweitmeinung einzuholen – also eine weitere Ärztin oder einen weiteren Arzt um eine unabhängige Einschätzung zu bitten. Das ist ein in Deutschland anerkanntes Recht und kein Zeichen von Misstrauen gegenüber der bisherigen Behandlung.
  • Wenn Beschwerden wie ausgeprägte Erschöpfung, Schlafstörungen oder Belastungsintoleranz über längere Zeit anhalten, kann es hilfreich sein, gezielt nach Ärzt:innen oder spezialisierten Zentren zu suchen, die Erfahrung mit ME/CFS haben. Eine Anlaufstelle hierfür ist etwa die Deutsche Gesellschaft für ME/CFS.
  • Ein Beschwerdetagebuch kann dabei helfen, Symptome, deren Verlauf und Reaktionen auf bestimmte Aktivitäten oder Behandlungen genau festzuhalten. Das erleichtert es, das Gesamtbild einer Erkrankung im Gespräch mit Ärzt:innen nachvollziehbar darzustellen – zum Beispiel: „Ich bemerke, dass meine Beschwerden nach körperlicher Aktivität über Stunden oder Tage deutlich zunehmen.“
  • Betroffene können Selbsthilfegruppen oder Patientenorganisationen aufsuchen, die auf ME/CFS spezialisiert sind. Dort ist es möglich, Informationen zu erhalten und von Erfahrungen anderer Betroffener zu profitieren, etwa bei der Suche nach geeigneten Behandler:innen.

Worauf Sie achten können

  • Wird im Gespräch nach Art, Verlauf und Auslösern Ihrer Beschwerden gefragt – oder wird eine Diagnose ohne ausführliche Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese) gestellt?
  • Verbessern sich Ihre Beschwerden im Verlauf der Behandlung – oder bleiben sie gleich oder werden schlechter? Auch das ist eine wichtige Information, die sich lohnt, aktiv anzusprechen.
  • Haben Sie das Gefühl, dass Ihre Schilderungen ernst genommen werden – unabhängig von persönlichen Lebensumständen wie familiärer Situation oder Beruf?
  • Kennen Sie Ihre Möglichkeiten im Gesundheitssystem – etwa das Recht auf Akteneinsicht, auf Überweisung zu Fachärzt:innen oder auf eine Zweitmeinung? Diese Rechte stehen allen Patient:innen zu.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: Keine Angabe
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis, Arztpraxis
Geschlecht: keine Angabe

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