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2026-193

Gürtelroseimpfung

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Fallbeschreibung:

Gürtelrose-Impfung verweigert – schwere Folgen für ältere Patientin

Meiner Mutter, Mitte 80 Jahre, wurde auf Nachfrage bei der Hausärztin von einer Gürtelroseimpfung wegen möglicher starker Impfnebenwirkungen abgeraten. Nun ist sie an einer schweren Gürtelrose erkrankt und hat ein Post-Zoster-Syndrom entwickelt. Sie muss nun starke Schmerzmittel (Tramadol, Novalgin, Gabapentin, Amitriptylin) einnehmen und ist dennoch unter Schmerzen. Ist das evidenzbasierte Medizin?

Gut gelaufen:

Keine Angaben

Schlecht gelaufen:

Verbesserungsvorschläge:

Mediziner sollten nicht ihre persönliche Meinungen zur med. Entscheidungsgrundlage machen, sondern wissenschaftliche Erkenntnisse aus Studien.

Weitere Infos:

Krankenkassen sollten ihre Patienten individuell über Imfpungen aufklären. So sollten z. B. alle ab 60 Jahre eine Information über die Möglichkeit einer Gürtelroseimpfung erhalten und ausführlich hierüber informiert werden.

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Wenn ältere Menschen und ihre Angehörigen eine Impfempfehlung erhalten oder nachfragen, vertrauen sie darauf, umfassend und auf Basis aktueller medizinischer Erkenntnisse beraten zu werden. Es ist nachvollziehbar und belastend, wenn im Nachhinein Zweifel entstehen, ob eine andere Entscheidung möglich und sinnvoll gewesen wäre – besonders dann, wenn eine schwere Erkrankung mit anhaltenden Schmerzen folgt.

Das Post-Zoster-Syndrom (auch Post-Zoster-Neuralgie genannt) ist ein Zustand, bei dem nach einer Gürtelrose-Erkrankung Nervenschmerzen über Wochen, Monate oder länger bestehen bleiben. Es tritt vor allem bei älteren Menschen auf und kann die Lebensqualität erheblich einschränken. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt den Totimpfstoff gegen Gürtelrose ausdrücklich für alle Personen ab 60 Jahren sowie für bestimmte Risikogruppen ab 50 Jahren – gerade weil das Risiko einer schweren Erkrankung und von Folgebeschwerden mit dem Alter steigt.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer für sich selbst oder nahestehende Personen Impffragen klärt, kann auf folgende Möglichkeiten zurückgreifen:

  • Die offiziellen Empfehlungen der STIKO (Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut) sind öffentlich zugänglich und lassen sich als Grundlage für ein Gespräch mit der Arztpraxis nutzen. Es ist möglich, gezielt danach zu fragen: „Die STIKO empfiehlt diese Impfung für meine Altersgruppe – können Sie mir erklären, warum das in meinem Fall anders gesehen wird?“
  • Bei Unsicherheit über eine ärztliche Empfehlung ist es möglich, eine zweite Meinung einzuholen – etwa bei einer anderen Hausarztpraxis oder einem spezialisierten Zentrum.
  • Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bietet kostenlose, unabhängige Beratung zu Fragen rund um Impfungen, Behandlungsentscheidungen und Patientenrechte – auch telefonisch und in mehreren Sprachen.
  • Wenn ein erhöhtes Risiko für bestimmte Erkrankungen bekannt ist – etwa durch Alter oder Vorerkrankungen – kann es hilfreich sein, dieses Thema beim nächsten Routinetermin aktiv anzusprechen und um eine schriftliche Begründung bei Ablehnung zu bitten.

Worauf Sie achten können

  • Impfempfehlungen der STIKO richten sich nach Alter und gesundheitlicher Situation – es ist möglich, gezielt zu fragen, welche Impfungen für die eigene Altersgruppe empfohlen werden.
  • Bedenken wegen Nebenwirkungen sind berechtigt und verdienen eine ausführliche Erklärung – ein klärendes Gespräch kann helfen, Nutzen und mögliche Risiken gegeneinander abzuwägen.
  • Als Angehörige oder Angehöriger ist es möglich, zu Arztterminen mitzukommen und Fragen gemeinsam zu stellen – das kann besonders bei älteren Menschen die Kommunikation erleichtern.
  • Krankenversicherungen sind verpflichtet, über Leistungsansprüche zu informieren – bei Fragen zur Kostenübernahme von Impfungen lohnt sich eine direkte Anfrage bei der eigenen Kasse.

Sie sind nicht allein

Wenn Sie als Angehörige oder Angehöriger solche Erfahrungen gemacht haben, können Sie sich an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wenden – sie berät kostenlos und unabhängig unter 0800 011 77 22. Auf mehr-patientensicherheit.de ist es außerdem möglich, Erlebnisse anonym zu melden und damit zur Verbesserung der Versorgung beizutragen.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Angehörige oder Angehöriger einer Patientin oder eines Patienten
Alter: 80+ Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis, Arztpraxis
Geschlecht: weiblich

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