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2024-167

Herzinfarkt erst nach fast 2 Tagen erkannt

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Fallbeschreibung:

Herzinfarkt spät erkannt: Rückenschmerzen als Warnsignal

Hallo,

ich hatte mich per Rettungswagen mit starken Rückenschmerzen Freitag nacht ins nahegelegene Krankenhaus bringen lassen. Dort wurde ich nach gefühlt 2 Stunden in der Notaufnahme geröntgt und in die chirurgische Abteilung gebracht und mit starken Schmerzmitteln versorgt. die Schmerzen blieben. erst am frühen Sonntag nachmittag wurde ein erstes EKG erstellt und dann umgehend eine Katheterbehandlung vorgenommen.
Leider zu spät – diverse Herzkranzgefässe beschädigt , Herzleistung < 15% habe dann nach Koma eine LVAD Herzpumpe erhalten und warte jetzt auf eine Spenderherz… Erst in der Reha habe ich erfahren, das starke Schmerzen zwischen den Schultern bei Männern das 2. häufigste Symptom für eine Herzinfarkt nach der linken Brust sind – hätte das in der Notaufnahme nicht erkannt werden müssen?

Gut gelaufen:

Schlecht gelaufen:

siehe oben

Verbesserungsvorschläge:

siehe oben

Weitere Infos:

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Dieser Bericht beschreibt eine Situation, die das Leben eines Menschen grundlegend verändert hat – das verdient Anerkennung und Mitgefühl. Ein Herzinfarkt (das vollständige oder teilweise Verschließen eines Herzkranzgefäßes) äußert sich nicht immer durch die bekannten Symptome wie Schmerzen in der linken Brust. Starke Schmerzen im Rücken, besonders zwischen den Schulterblättern, gelten als ein häufiges, aber weniger bekanntes Warnsignal – sowohl für Betroffene als auch mitunter im medizinischen Alltag.

In einer solchen Situation gab es für den Betroffenen keinen realistischen Spielraum zum Eingreifen – er befand sich mitten in der Nacht in starken Schmerzen und war auf die Einschätzung der behandelnden Fachleute angewiesen. Das ist wichtig anzuerkennen.

Was Angehörige oder Begleitpersonen tun können

  • Wer eine Person in die Notaufnahme begleitet, kann alle beobachteten Symptome aktiv ansprechen – auch wenn sie zunächst nicht gefragt werden. Ein möglicher Einstieg: „Ich möchte noch ergänzen, dass die Schmerzen zwischen den Schulterblättern sehr plötzlich aufgetreten sind – ist das für die Einschätzung relevant?“
  • Es ist möglich, gezielt nach einer herzspezifischen Abklärung zu fragen – etwa nach einem EKG (einer Messung der elektrischen Herzaktivität) oder einem Bluttest auf Herzenzyme (Werte, die bei einem Herzinfarkt im Blut ansteigen).
  • Begleitpersonen können bei starken, unerklärlichen Schmerzen nachfragen, welche Ursachen bereits ausgeschlossen wurden – und dieses Gespräch ruhig und sachlich führen.
  • Wenn sich der Zustand der betroffenen Person verschlechtert oder die Schmerzen nicht nachlassen, ist es möglich, das Pflegepersonal oder die Ärztin bzw. den Arzt erneut anzusprechen und auf die Veränderung hinzuweisen.

Für die Zukunft: Was sich vorbereiten lässt

  • Eine persönliche Notfallkarte mit bekannten Vorerkrankungen, Medikamenten und Allergien kann im Ernstfall wichtige Zeit sparen – sie lässt sich zum Beispiel über die Webseite der Deutschen Herzstiftung erstellen.
  • Das Wissen um untypische Herzinfarktsymptome – wie Rückenschmerzen zwischen den Schultern, Übelkeit, Kieferschmerzen oder Atemnot – kann helfen, diese Möglichkeit im Notfall selbst oder durch Angehörige anzusprechen.
  • Eine Vorsorgevollmacht und ein Patientenbrief (ein Dokument mit wichtigen medizinischen Informationen) ermöglichen es, dass Angehörige im Ernstfall informiert handeln und Auskunft geben können.
  • Es ist möglich, im Vorfeld mit der Hausärztin oder dem Hausarzt zu besprechen, welche persönlichen Risikofaktoren für Herzerkrankungen bestehen – und was im Notfall besonders wichtig zu nennen wäre.

Sie sind nicht allein

Wer nach einem solchen Erlebnis Unterstützung sucht – sei es zur Aufarbeitung des Geschehens oder bei Fragen zu Patientenrechten – findet Ansprechpartner bei der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) unter 0800 011 77 22 (kostenlos). Auf mehr-patientensicherheit.de können Erfahrungen wie diese anonym geteilt werden – sie tragen dazu bei, dass ähnliche Situationen in Zukunft besser erkannt werden.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 50-69 Jahre
Art der Einrichtung:Notaufnahme, Krankenhaus
Geschlecht: männlich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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