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2025-251

Keine Behandlung bei akuter Migräneattacke

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Fallbeschreibung:

Migräne-Notfall: Behandlung in Arztpraxis verweigert

Ich bin chronisch kranke Migränikerin. Neulich hatte ich in der Nacht einen sehr schweren Anfall.
Habe mich dann, als ich mich nicht mehr übergeben musste, mit letzter Kraft zur Arztpraxis geschleppt. Autofahren konnte ich nicht. Der Arzt hat mir jegliche Hilfe verweigert, sagte, ich solle heimgehen und mich hinlegen.
Ich habe weder eine Spritze, noch eine Infusion bekommen, wie das sonst in jeder Praxis gemacht wird, die ich in den letzten 40 Jahren im Notfall aufgesucht habe. Er hat absolut gar nichts gemacht, um mir zu helfen. Ich war fassungslos.

Gut gelaufen:

Das Personal war freundlich.

Schlecht gelaufen:

Die mangelnde Bereitschaft des Arztes, einem leidenden chronisch kranken Menschen zu helfen und ihn wieder vor die Tür zu setzen.

Verbesserungsvorschläge:

Eine Schulung für den Arzt.

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Eine schwere Migräneattacke gehört zu den körperlich wie emotional erschöpfendsten Erfahrungen, die Menschen kennen – und der Weg zur Arztpraxis kostet in einem solchen Moment enorme Kraft. Umso belastender kann es sein, wenn die erhoffte Behandlung dort nicht stattfindet und man die Praxis ohne Erleichterung wieder verlässt.

Migräne (eine neurologische Erkrankung mit anfallsartig auftretenden, oft einseitigen Kopfschmerzen, häufig begleitet von Übelkeit und Lichtempfindlichkeit) wird in der medizinischen Versorgung unterschiedlich behandelt. Was in einer Praxis als Standardvorgehen gilt, ist in einer anderen möglicherweise nicht üblich – das kann für Betroffene mit langer Krankengeschichte besonders unverständlich wirken.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Für zukünftige Anfälle kann es hilfreich sein, sich vorab über mögliche Anlaufstellen und eigene Handlungsoptionen zu informieren – gerade wenn man weiß, dass schwere Attacken immer wieder auftreten können.

  • Bei einer akuten schweren Migräneattacke ist es möglich, den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Nummer 116 117 anzurufen – dieser ist bundesweit rund um die Uhr erreichbar und kann eine Einschätzung geben oder einen Hausbesuch veranlassen, wenn eine Anfahrt nicht möglich ist.
  • Es kann sinnvoll sein, mit der behandelnden Neurologin oder dem behandelnden Neurologen im Vorfeld zu besprechen, welche Notfallmedikamente für zu Hause in Frage kommen – zum Beispiel Triptane (eine Medikamentengruppe, die speziell für Migräneattacken entwickelt wurde) in verschiedenen Darreichungsformen wie Nasenspray oder Schmelztabletten, die auch bei Übelkeit anwendbar sind.
  • Wer die eigene Krankengeschichte bei einem Arztbesuch kurz erläutern möchte, kann eine solche Formulierung ausprobieren: „Ich bin seit vielen Jahren Migränikerin und kenne meine Anfälle gut. Bisher habe ich in Notfallsituationen Erleichterung durch eine Injektion erhalten – was ist in Ihrer Praxis in einem solchen Fall möglich?“
  • Eine kurze schriftliche Zusammenfassung der eigenen Migränevorgeschichte, bisheriger Behandlungen und wirksamer Medikamente – auch Notfallpass genannt – kann helfen, neue Behandler schnell zu informieren, gerade wenn man sich in der Situation kaum verständlich machen kann.

Worauf Sie achten können

  • Ist in der eigenen Praxis ein Notfallplan für schwere Attacken hinterlegt – und wissen Vertretungsärzte davon?
  • Sind für zu Hause wirksame Akutmedikamente vorhanden, die auch bei starker Übelkeit eingenommen werden können?
  • Ist der ärztliche Bereitschaftsdienst (116 117) als Kontakt gespeichert – für Situationen, in denen eine Anfahrt nicht möglich ist?
  • Besteht die Möglichkeit, eine Vertrauensperson zu benennen, die im Notfall die Begleitung zur Praxis oder den Anruf beim Bereitschaftsdienst übernehmen kann?

Sie sind nicht allein

Erfahrungen wie diese können belastend und verunsichernd sein – die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) unter 0800 011 77 22 (kostenlos, Mo–Fr 8–22 Uhr, Sa 8–18 Uhr) bietet kostenlose Beratung zu Patientenrechten und Versorgungsfragen an. Auf mehr-patientensicherheit.de können Sie Ihre Erfahrung anonym melden und so dazu beitragen, dass ähnliche Situationen sichtbar werden und sich die Versorgung verbessern kann.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 50-69 Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis, Arztpraxis
Geschlecht: weiblich

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Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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