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2024-1405

Komplikation bei Katheteranlage

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Fallbeschreibung:

Komplikationen nach Harnleiterstent: Ein Patientenbericht

Ich leide unter Niereninsuffizienz und habe mir vor 1 Jahr einen Alliumstent einsetzen lassen. Danach hatte ich permanent Blasenentzuendungen, Blutungen aus dem Harnleiter und nach der Entfernung hohen Blutverlust durch eine Zyste am Harnleiter, 7 Tage Intensivstation, noch ein Eingriff in der Bauchvene um die Blutung zu stoppen. Eine schreckliche Zeit,
Ich finde, dieser Stent sollte verboten werden. Die Klinik hier ist die einzige Klinik. Alle anderen Kliniken verwenden diesen nicht wegen Komplikationen, was ich leider erst später erfahren habe.

Gut gelaufen:

Keine Angaben

Schlecht gelaufen:

Verbesserungsvorschläge:

Keine Angaben

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Eine schwere Erkrankung, ein belastender Eingriff und dann Komplikation auf Komplikation – was diese Patientin durchgemacht hat, war körperlich wie seelisch außerordentlich kräftezehrend. Solche Erfahrungen hinterlassen Spuren, und es ist wichtig, das anzuerkennen.

Bei Niereninsuffizienz (eingeschränkter Nierenfunktion) werden manchmal Stents – das sind kleine Röhrchen, die einen Kanal offenhalten – in den Harnleiter eingesetzt. Verschiedene Stent-Modelle sind am Markt; nicht alle werden in jeder Klinik eingesetzt, und ihre Verbreitung kann sich je nach Erfahrungswerten und regionalen Standards unterscheiden. Dass eine Patientin erst im Nachhinein erfährt, dass andere Einrichtungen ein bestimmtes Modell wegen Komplikationen meiden, zeigt, wie wichtig der Zugang zu vergleichenden Informationen vor einem Eingriff sein kann.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Vor einem geplanten Eingriff gibt es Möglichkeiten, sich gezielt zu informieren und Fragen zu stellen – ohne dass das als Misstrauen gegenüber dem Behandlungsteam verstanden werden muss.

  • Nach Alternativen fragen: Vor einem geplanten Eingriff ist es möglich, das Gespräch zu suchen und gezielt zu fragen: „Gibt es verschiedene Modelle oder Methoden für diesen Eingriff – und welche wird hier verwendet?“ oder „Warum empfehlen Sie gerade dieses Vorgehen?“
  • Eine Zweitmeinung einholen: Bei planbaren Eingriffen – also solchen, die nicht sofort notwendig sind – kann eine Zweitmeinung in einer anderen Einrichtung wertvolle Hinweise liefern. Krankenkassen übernehmen die Kosten dafür in vielen Fällen.
  • Nach der Verbreitung eines Verfahrens fragen: Es ist möglich, direkt zu fragen: „Wie häufig wird dieses Modell oder dieses Verfahren in anderen Kliniken eingesetzt?“ – Behandelnde sind verpflichtet, im Aufklärungsgespräch über bekannte Risiken und Alternativen zu informieren.
  • Unabhängige Beratung nutzen: Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bietet kostenlose, neutrale Informationen zu Behandlungsoptionen und Patientenrechten – vor, während und nach einem Eingriff.

Worauf Sie achten können

  • Im Aufklärungsgespräch vor einem Eingriff kann explizit nach bekannten Risiken des vorgesehenen Verfahrens sowie nach möglichen Alternativen gefragt werden.
  • Bei geplanten Eingriffen ist es möglich, sich Zeit zu nehmen – und eine Zweitmeinung einzuholen, bevor eine Entscheidung getroffen wird.
  • Wenn nach einem Eingriff ungewöhnliche oder anhaltende Beschwerden auftreten, kann frühzeitig nachgefragt werden – auch in einer anderen Einrichtung.
  • Eigene Erfahrungen – positive wie negative – lassen sich auf mehr-patientensicherheit.de anonym melden und helfen so anderen Betroffenen sowie dem Gesundheitssystem, aus solchen Fällen zu lernen.

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 70-79 Jahre
Art der Einrichtung:Krankenhaus
Geschlecht: weiblich

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