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2024-1131

Lymphstau Prüfung – stattdessen sexuelle Beobachtungen und versteckte Handlungen

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Fallbeschreibung:

Unangemessenes Verhalten bei Lymphödem-Untersuchung

Zur Untersuchung gewesen aufgrund einer Lymphstau Vermutung. Der Arzt/ Die Ärztin hatte sich zunächst geweigert das Gerät auf entsprechende Stellen an Armen und Beinen zu halten um den Lymphfluss zu überprüfen. Stattdessen wurde die Unterwäsche unsittlich hochgezogen bis zum Anschlag, mit der Begründung er/ sie würde dann besser sehen. Ich musste mich auch umdrehen in diesem Zustand. Alles in allem verlief die Untersuchung mehr als unzufriedenstellend und man hat die deutliche Unfähigkeit des Arztes/ der Ärztin erkannt. Aus der Untersuchung hat er/ sie lediglich für sich ein paar Blicke erhaschen wollen und kam ohne Untersuchung zur Ansicht es würde kein Lymphstau vorliegen.

Gut gelaufen:

Nichts

Schlecht gelaufen:

Verbesserungsvorschläge:

Keine Angaben

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Eine Untersuchung beim Arzt oder bei der Ärztin ist immer eine Situation, die ein hohes Maß an Vertrauen erfordert. Umso belastender ist es, wenn eine Untersuchung sich nicht medizinisch notwendig anfühlt, sondern grenzüberschreitend – und wenn das Gefühl bleibt, dass der eigentliche Behandlungsauftrag dabei nicht erfüllt wurde.

Übergriffiges Verhalten während medizinischer Untersuchungen kommt vor – auch wenn es selten offen benannt wird. Betroffene befinden sich in einer vulnerablen Situation: Sie sind oft (teil-)entkleidet, in einem Raum allein mit einer Fachperson und stehen unter dem sozialen Druck, eine Untersuchung nicht zu unterbrechen. In solchen Momenten ist es nachvollziehbar, dass eine Reaktion schwerfällt. Das ist keine Schwäche – es ist eine normale menschliche Reaktion auf eine unerwartete und belastende Situation.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Für Menschen, die eine ähnliche Erfahrung machen oder sich auf Arztbesuche vorbereiten möchten, gibt es einige Möglichkeiten, die den eigenen Handlungsspielraum stärken können.

  • Eine Begleitperson mitbringen: Bei Untersuchungen, die den Intimbereich oder das Ausziehen von Kleidung betreffen, ist es möglich, eine Vertrauensperson darum zu bitten, im Untersuchungsraum anwesend zu sein. Das ist ein legitimes Recht von Patient:innen.
  • Eine medizinische Fachkraft als Beisitzerin einfordern: In vielen Praxen kann darum gebeten werden, dass eine medizinische Assistenzperson (z. B. eine Arzthelferin) bei der Untersuchung anwesend ist. Möglich ist eine Formulierung wie: „Ich würde es bevorzugen, wenn jemand aus dem Praxisteam dabei ist.“
  • Untersuchungen unterbrechen oder abbrechen: Es ist jederzeit möglich, eine Untersuchung zu pausieren oder zu beenden – ohne Begründung. Ein Satz wie „Ich möchte kurz stoppen“ oder „Ich fühle mich dabei nicht wohl“ kann dabei helfen, die eigene Grenze klar zu machen.
  • Bei Unsicherheit eine zweite Meinung einholen: Wenn das Ergebnis einer Untersuchung unbefriedigend bleibt oder Zweifel an der Sorgfalt bestehen, ist es möglich, eine andere Praxis aufzusuchen und die Untersuchung wiederholen zu lassen.

Worauf Sie achten können

  • Jede Untersuchungshandlung kann kurz erläutert werden – eine seriöse Fachperson erklärt, was sie tut und warum, bevor sie es tut.
  • Es ist möglich, vor der Untersuchung zu fragen, welche Körperstellen untersucht werden und warum – und was das Ziel der jeweiligen Handlung ist.
  • Erfahrungen wie diese können gemeldet werden: über die Ärztekammer des jeweiligen Bundeslandes, über die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) oder anonym auf mehr-patientensicherheit.de. Eine Meldung kann dazu beitragen, dass ähnliche Situationen künftig seltener werden.
  • Bei dem Verdacht, dass ein Übergriff stattgefunden hat, ist auch eine Beratung bei einer spezialisierten Stelle möglich – zum Beispiel bei einer Beratungsstelle gegen sexualisierte Gewalt oder beim ärztlichen Begutachtungsdienst der Ärztekammer.

Sie sind nicht allein

Wer eine ähnliche Erfahrung gemacht hat und Unterstützung sucht, kann sich kostenlos und unverbindlich an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wenden – telefonisch, online oder per Chat. Auf mehr-patientensicherheit.de ist es außerdem möglich, Erfahrungen anonym zu teilen und damit zur Verbesserung der Versorgung für alle beizutragen.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 30-49 Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis, Arztpraxis
Geschlecht: weiblich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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